Information zur abschlagfreien Pension

Liebe Kollegin! Lieber Kollege!

Am 19. September 2019 wurde im Parlament auf Initiative der SPÖ der abschlagsfreie Pensionsantritt nach 45 Arbeitsjahren für ASVG-Versicherte beschlossen. FSG-GÖD-Vorsitzender Hannes Gruber forderte bereits am nächsten Tag öffentlichkeitswirksam eine Ausweitung auch auf BeamtInnen mit einer analogen Regelung.

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PV-Wahl am 27. und 28. 11

Die letzten fünf Jahre lang haben sich die Personalvertreter/innen und
Gewerkschafter/innen für Ihre Interessen in Bund, Land und den Regionen
eingesetzt. Alle waren sie ehrenamtlich an Ihrer Seite, wenn es um
Beratung, Unterstützung oder sogar konkrete dienstrechtliche Hilfe ging.

Ihre Personalvertreter/innen und Gewerkschafter/innen des SLÖ haben viel der eigenen Freizeit dafür geopfert, um in Schul- und Dienstrecht sattelfest und immer am letzten Stand zu sein. Kompetente Beratung setzt viel Fleiß im Hintergrund voraus.

Bei Landes- und Bundesgesetzgebung haben wir uns ausschließlich für
die Interessen der oberösterreichischen Pflichtschullehrer/innen
eingesetzt.
Niemals wäre ein/e Minister/in damit durchgekommen, roten
Gewerkschafter/innen einen Maulkorb umzuhängen! Wir haben unseren Einfluss bei den uns nahestehenden Ressortverantwortlichen dafür genutzt, bessere Lösungen für Lehrer/innen zu erreichen und uns nicht einer „Message Control“ unterwerfen lassen.

In den kommenden Tagen haben Sie die Möglichkeit, per Briefwahl und am 27. und 28. November per persönlicher Stimmabgabe Ihre Personalvertretung für die kommenden fünf Jahre zu wählen.

Ich darf Sie auf diesem Wege um Ihre Stimme für den SLÖ ersuchen, die einzige kompetente Personalvertretung auf Ihrer Seite!

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
Email: fbicek@gmail.com

Lehrerbewertungs-App


Geschätzte Kolleginnen und Kollegen!

Zur aktuell diskutierten Lehrerbewertungs- App folgende Feststellungen seitens des SLÖ:
Schule und Unterricht sind nicht vergleichbar mit einer Taxifahrt oder einem Restaurantbesuch. Wir halten fest, dass diese App grundsätzlich auf ihre Rechtskonformität geprüft werden muss. Sie birgt Gefahren und Missbrauchspotential in sich; es stellen sich auch zahlreiche Datenschutzfragen. Diese App ermöglicht jedem eine Bewertung abzugeben. Das hat mit Feedback nichts zu tun, ist unseriös und öffnet Tür und Tor für gezielten Missbrauch. Der dadurch möglicherweise entstehende Schaden für einzelne LehrerInnen, aber auch für Schulen ist derzeit weder abschätzbar noch wieder gut zu machen. Zudem werden durch die Registrierung Telefonnummern gezielt gesammelt und mit einfachen, statistischen Analysen ausgewertet. Diese Daten stellen einen enormen Gewinn für jedes Unternehmen dar. Die App dient also in erster Linie der Datensammlung!

KollegInnen, die Mitglieder der Gewerkschaft sind, können zur Wahrung ihrer persönlichen Rechte den kostenlosen Rechtsschutz in Anspruch nehmen. Wir fordern das Bildungsministerium auf, gemeinsam mit der Gewerkschaft Schritte einzuleiten, um unsere KollegInnen vor einem digitalen Pranger zu schützen. Persönlich plädieren wir zum wiederholten Male für eine konstruktive, wertschätzende Dialogkultur zwischen den Schulpartnern, die derzeit schon ohne App in Gefahr ist.

Wir empfehlen gerade auch in diesem Zusammenhang einmal mehr Mitglied der GÖD zu sein!

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
Email: fbicek@gmail.com

Besoldung für die Tätigkeit von Mentor/innen

(Quellen: § 63 Gehaltsgesetz, §§ 6, 8 und 19 Landesvertragslehrpersonengesetz)
Vorbemerkung:
Lehrer/innen, die Praxisschulunterricht für Studierende erteilen, können auch zusätzlich als Mentor/in eingesetzt werden. Für Landeslehrer/innen erfolgt die Besoldung für die Praxislehrertätigkeit gemäß den Bestimmungen des Gehaltsgesetzes, für Landesvertragslehrpersonen nach § 19 LVG.

1) Praxisschullehrer/in als Mentor/in (§ 6, Absatz 4 LVG)
Lehrer/innen, die eine 5-jährige erfolgreiche Verwendung als Besuchs- oder
Praxisschullehrkraft aufweisen können oder einen einschlägigen Lehrgang von mindestens 30 ECTS absolviert haben, dürfen bis zum Schuljahr 2029/30 als Mentor/innen ohne zusätzliche Fortbildungsveranstaltungen eingesetzt werden. Jahresnormlehrer/innen erhalten eine gestaffelte Besoldung für einen bis drei Mentees gemäß § 63 Gehaltsgesetz und können im Bereich 3 der Jahresnorm besonderen administrativ bedingten Zeitaufwand verbuchen. (Stand Oktober 2019: € 117,60/ € 157,50/ € 196,50)

2) Absolvent/innen des Hochschullehrganges „Mentoring, Berufseinstieg professionell begleiten“ als Mentor/innen (§ 6, Absatz 1 LVG)
Lehrpersonen, die den oben erwähnten Hochschullehrgang im Umfang von
mindestens 60 ECTS absolviert haben, können nach einer mindestens 5-jährigen Berufserfahrung als Lehrperson ohne Einschränkung zum/r Mentor/in bestellt werden. Ihre Besoldung erfolgt nach § 19, Absatz 8 LVG für einen bis drei Mentees. (Stand Oktober 2019: € 101,30/€ 134,80/€ 168,30)

Ist der/die Mentor/in Landesvertragslehrperson (im pädagogischen Dienst), gilt die Mentorentätigkeit als 23. oder 24. Stunde der Unterrichtsverpflichtung.

3) Betreuung des Masterpraktikums
Der Studienplan für das Masterstudium, das nicht berufsbegleitend, sondern gleich im Anschluss an das Bachelor-Studium ohne Dienstantritt gestartet wird, sieht ein „Masterpraktikum“ an Schulen vor. Der Gesetzgeber hat dafür bisher weder dienst- noch besoldungsrechtliche Bestimmungen geschaffen. Eine Verpflichtung, solche Masterpraktikanten zu betreuen, besteht für Lehrer/innen nicht. Ein Weisungsrecht der Pädagogischen Hochschulen gegenüber den Pflichtschulen ist nicht gegeben. Wird diese Tätigkeit ohne besoldungsrechtliche Grundlage freiwillig übernommen, besteht keine Möglichkeit im Nachhinein Mehrdienstleistungen einzuklagen.

Mittwochsinfo Pflichten der Eltern

§ 61 des Schulunterrichtsgesetzes zählt unter anderem die Pflichten der Eltern auf:
(1) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht und die Pflicht, die Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Schule zu unterstützen. … Sie sind verpflichtet, die Schüler mit den erforderlichen Unterrichtsmitteln auszustatten und auf die gewissenhafte Erfüllung der sich aus dem Schulbesuch ergebenden Pflichten des Schülers hinzuwirken sowie zur
Förderung der Schulgemeinschaft (§ 2) beizutragen. …

(2) Die Erziehungsberechtigten haben die für die Führung der Amtsschriften der Schule erforderlichen Dokumente vorzulegen und Auskünfte zu geben sowie erhebliche Änderungen dieser Angaben unverzüglich der Schule mitzuteilen.

§ 24 des Schulpflichtgesetzes normiert die Verantwortlichkeit der
Erziehungsberechtigten und gibt die Strafbestimmungen an.

(1) Die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten sind verpflichtet, für die Erfüllung der Schulpflicht, insbesondere für den regelmäßigen Schulbesuch und die Einhaltung der Schulordnung durch den Schüler … zu sorgen. …

(2) Die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten eines der allgemeinen Schulpflicht unterliegenden Kindes sind weiters nach Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit verpflichtet, das Kind für den Schulbesuch in gehöriger Weise, insbesondere auch mit den notwendigen Schulbüchern, Lern- und Arbeitsmitteln, soweit diese nicht von einer Körperschaft des öffentlichen Rechts beigestellt werden, auszustatten. Ferner sind sie verpflichtet, die zur Führung der Schulpflichtmatrik (§ 16) erforderlichen Anzeigen und Auskünfte zu erstatten. …

(3) Die Nichterfüllung der … angeführten Pflichten stellt eine Verwaltungsübertretung dar und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu 220 Euro, im Fall der Uneinbringlichkeit mit Ersatzfreiheitsstrafe bis zu zwei Wochen zu bestrafen.

Weitere hilfreiche Gesetzespassagen zur Schulordnung hat das Schulunterrichtgesetz in den §§ 43 bis 50

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
Email: fbicek@gmail.com

Mittwochsinfo After Work Party

Am 17. Oktober findet im Central, Landstraße in 34 Linz ein weiteres Mal die legendäre FSG-Afterwork Party statt. Bei freiem Eintritt und lässiger Musik kann der überstandene Schulbeginn gefeiert werden. FSG und SLÖ laden dazu herzlich ein!

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und
Landesleitung Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/ 239 3546
Email: fbicek@gmail.com

Auswirkungen Pädagogikpaket

Auswirkungen des „Pädagogikpakets“ auf die APS ab dem 1. 9. 2019
Schulunterrichtsgesetz NEU ab 1. 9 .2019:

  • § 12 (6): Verpflichtung von Schüler/innen zum Besuch des Förderkurses
  • § 18a für VS: Alternative Beurteilung nur bis Halbjahr 2. Schulstufe möglich (Beschluss durch Klassenforum anstelle des Schulforums), Individualrecht der Eltern auf Noten, Frühwarnung nach § 19 (3a) auch bei alternativer Beurteilung
  • § 18 (2): schriftliche Erläuterung von Ziffernnoten in VS und Sonderschule (Primarstufe) verpflichtend (in anderen APS vorerst nur durch Beschluss im Schulforum)
  • § 19 (1a,b): KEL-Gespräch an allen APS-Schularten (Ausnahme: §18a), an PTS 1x/Jahr; gemäß § 63a SchUG durch Schulforumsbeschluss in Elternsprechtage inkludierbar
  • § 19 (2) für NMS: ergänzend zur Schulnachricht ist auf der 8. Schulstufe eine ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung auszustellen
  • § 19 (8): Bildungsweggespräche auf 4., 7. und 8. Schulstufe, Beratungen der L dazu in Konferenzen, prioritär mündliche Informierung der Eltern (schriftlich als Ausnahme)
  • § 19 (9): Fernbleiben von Schüler/innen in besonderer Weise -> Kontakt mit Erziehungsberechtigten ist seitens der Schule herzustellen
  • § 25 (3): Schüler/innen dürfen nach der 1. und 2. Schulstufe aufsteigen. Abweichend davon nur dann, wenn in der 2. Schulstufe bei zwei oder mehreren Nicht genügend Schulkonferenz festhält, dass aufgrund Leistungen in anderen Fächern allgemein keine körperliche oder geistige Überforderung zu befürchten ist.
  • § 32 (2a): Schüler/innen, die im 9. oder 10. Schuljahr die 4.Klasse Mittelschule oder PTS nicht erfolgreich abgeschlossen haben, sind berechtigt, ein 10. oder 11. freiwilliges Schuljahr zu besuchen, wenn
    • Bewilligung der Bildungsdirektion
    • Zustimmung des Schulerhalters
    • zu Beginn des betroffenen Schuljahres noch nicht 18.Geburtstag
  • § 32 (2b): Schüler/innen, die im 9. Schuljahr eine AHS oder BMHS ohne Erfolg besucht haben, dürfen unter gleichen Bedingungen wie bei 2a in einem freiwilligen 10. Jahr die PTS besuchen.
  • § 56 (2): Schulleitung hat die Durchführung von Evaluationen einschließlich der Bewertung der Unterrichtsqualität durch die Organe der externen Schulevaluation zu ermöglichen und deren Ergebnisse bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung zu berücksichtigen. Die Umwandlung der NMS in die Mittelschule wird für alle Klassen mit dem Schuljahr 2020/21 erfolgen. Im heurigen Schuljahr gibt es die „Mittelschule“ nur aufgrund eines im letzten Schuljahr beschlossenen und beantragten Schulversuchs.

Mittwochsinfo Klassenforum

(SchUG § 63a – Fassung ab 1.9.2019)
Ein Klassenforum ist für jede Klasse an Volksschulen, Neuen Mittelschulen und Sonderschulen (die nicht nach dem Lehrplan der Polytechnischen Schule geführt werden) zur Förderung und Festigung der Schulgemeinschaft einzurichten.
Zusammensetzung eines Klassenforums:
-> Klassenlehrer/in bzw. Klassenvorstand,
-> Erziehungsberechtigte der Schüler/innen der betreffenden Klasse
Vorsitz im Klassenforum:
-> Klassenlehrer/in bzw. Klassenvorstand (Schulleiter/in kann den Vorsitz übernehmen). Sonstige Lehrer/innen der Klasse sind berechtigt, mit …

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
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Email: fbicek@gmail.com

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