Mittwochsinfo: Anrechnung von Kindererziehungszeiten für die „Korridorpension“

Im Nationalrat wurde am 12. Dezember 2018 die 2. Dienstrechtsnovelle 2018 beschlossen. Unter anderem ist darin eine seit langem bestehende Forderung – besonders von den Frauen in der Personalvertretung und der Gewerkschaft – erfüllt worden.

Die Korridorpension können pragmatisierte LandeslehrerInnen in Anspruch nehmen, wenn sie 62 Jahre alt sind und mindestens 40 Jahre ruhegenussfähige Gesamtdienstzeit erreichen. Diese 40 ruhegenussfähigen Jahre erreichen Frauen oft nicht, weil Kindererziehungszeiten z.B. nur bei einer Karenz nach dem Mutterschutzgesetz, aber keine Zeiten sogenannter „Anschlusskarenzurlaube“ zur ruhegenussfähigen Gesamtdienstzeit zählen.

Mit der nun möglichen Anrechnung von höchstens sechs Monate pro Kind (sich überlagernde Zeiten der Kindererziehung zählen für jedes Kind gesondert) wird diese Härte abgefedert. Unter Kindererziehungszeit versteht man die Zeit der tatsächlichen und überwiegenden Erziehung eines Kindes, Wahlkindes, Pflegekindes im Inland bis zum 4. Geburtstag (bei Mehrlingsgeburten bis zum 5. Geburtstag).

Beispiel:
Kind geboren Mai 1992, 24 Monate im Beschäftigungsverbot und Karenz nach MSchG (Mai 1992 – April 1994), anschließend 12 Monate „Anschlusskarenzurlaub“ (Mai 1994 -April 1995), dann Dienstantritt. In die ruhegenussfähige Gesamtdienstzeit wird das Höchstausmaß von 6 Monaten eingerechnet.

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Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS

Tel.: 0664/239 3546
Email: fbicek@gmail.com

Sonderinfo Pädagogikpaket

Das sogenannte „Pädagogikpaket“ ist in Begutachtung.
Einzelne Teile, wie die Reduzierung der Alternativen Beurteilungsformen, das Recht der Erziehungsberechtigten auf ein Ziffernzeugnis, das „Sitzenbleiben“ ab der zweiten Klasse oder die Umbenennung der Neuen Mittelschule NMS auf Mittelschule MS konnten Sie bereits aus den Medien entnehmen.

Damit Sie sich selbst von den massiven Veränderungen samt der damit verbundenen Belastungen für uns Lehrer/innen ein Bild machen können, haben wir für Sie den Gesetzesentwurf in eine handliche Übersicht zusammengefasst, aus der Sie entnehmen können, welche Regelung für Ihren Schultyp kommen sollen und welche Bedenken und Forderungen wir dazu haben.

Noch ist dieser Gesetzesvorschlag in Begutachtung und noch immer kann er verändert werden.

Unter https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/ME/ME_00083/index.shtml finden Sie sowohl das „Pädagogikpaket“, als auch die Erläuterungen dazu. Auch Sie können Ihre Expertise in einer Stellungnahme einbringen!

Begleitend übersenden wir Ihnen ein Plakat, das unsere Bedenken zum Thema prägnant zusammenfasst.


Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/2393546
Email: FBicek@gmail.com