Mittwochsinfo GÖD Familienunterstützung 2020

Der Vorstand der GÖD hat für das Jahr 2020 die Familienunterstützung beschlossen. Die Zuerkennung erfolgt einmal jährlich für das laufende Kalenderjahr, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen. Sie können hier das Infoblatt und das Antragsformular runterladen.

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
Email: fbicek@gmail.com

Mittwochsinfo Ziffernnote

Informationserlass des BMBWF vom 10.1.2020 zur schriftlichen Erläuterung der Ziffernnote

Gemäß § 18 Abs. 2 SchUG ist in der Volksschule und der Sonderschule der Beurteilung der Leistungen durch Noten eine schriftliche Erläuterung hinzuzufügen. Schriftliche Erläuterung der Ziffernnote müssen sowohl in der Schulnachricht als auch im Jahreszeugnis erfolgen und sind als Teil der Schulnachricht bzw. des Jahreszeugnisses aufzufassen.

Für die schriftlichen Erläuterungen zur Schulnachricht sind den einschlägigen rechtlichen Bestimmungen keine formalen Kriterien zu entnehmen. Es wird empfohlen, zumindest folgende Informationen anzuführen: Name der Schülerin/des Schülers, Name und Unterschrift der Klassenlehrerin/des Klassenlehrers sowie das Ausstellungsdatum.

Worin bestehen die Zielsetzung und der Inhalt der schriftlichen
Erläuterung?

Die schriftliche Erläuterung hat den Erfüllungsgrad der Kompetenz-anforderungen gemäß Lehrplan in den entsprechenden Gegenständen der Schulnachricht und des Jahreszeugnisses zu dokumentieren und die Ziffernnote zu konkretisieren. Die zur Verfügung gestellten BMBWF-Kompetenzraster bieten bereits Formulierungen für die Anforderungsniveaus von Kompetenzen des Lehrplans an, die auf freiwilliger Basis von Lehrerinnen und Lehrern verwendet werden können.

Welche Unterlagen können für das Verfassen von schriftlichen Erläuterungen herangezogen werden?
Es können Dokumentationsformen verwendet werden, die an einem Schulstandort bereits verwendet werden, z.B. Lernfortschrittsdokumentationen, Lernzielkataloge oder Pensenbuch. Auch die BMBWF-Kompetenzraster bieten bereits Formulierungen für die Anforderungsniveaus von Kompetenzen des Lehrplans an, die auf freiwilliger Basis von Lehrerinnen und Lehrern verwendet werden können.

Dürfen die BMBWF-Kompetenzraster für das Verfassen von schriftlichen Erläuterungen verändert werden?
Ja – die Kompetenzbeschreibungen der BMBWF-Kompetenzraster können durch Lehrpersonen modifiziert werden; z. B. wenn die Verständlichkeit der ausgewählten Anforderungsniveaus in Bezug auf die Adressatin/den Adressaten der Erläuterung nicht bzw. nicht ausreichend gegeben ist.

Müssen schriftliche Erläuterungen auch für außerordentliche
Schülerinnen und Schüler verfasst werden?
Wenn eine Beurteilung der Leistung erfolgen kann, so hat eine schriftliche Erläuterung der Note(n) in der Schulnachricht bzw. dem Jahreszeugnis oder der Schulbesuchsbestätigung zu erfolgen.

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
Email: fbicek@gmail.com

Information zur abschlagfreien Pension

Liebe Kollegin! Lieber Kollege!

Am 19. September 2019 wurde im Parlament auf Initiative der SPÖ der abschlagsfreie Pensionsantritt nach 45 Arbeitsjahren für ASVG-Versicherte beschlossen. FSG-GÖD-Vorsitzender Hannes Gruber forderte bereits am nächsten Tag öffentlichkeitswirksam eine Ausweitung auch auf BeamtInnen mit einer analogen Regelung.

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PV-Wahl am 27. und 28. 11

Die letzten fünf Jahre lang haben sich die Personalvertreter/innen und
Gewerkschafter/innen für Ihre Interessen in Bund, Land und den Regionen
eingesetzt. Alle waren sie ehrenamtlich an Ihrer Seite, wenn es um
Beratung, Unterstützung oder sogar konkrete dienstrechtliche Hilfe ging.

Ihre Personalvertreter/innen und Gewerkschafter/innen des SLÖ haben viel der eigenen Freizeit dafür geopfert, um in Schul- und Dienstrecht sattelfest und immer am letzten Stand zu sein. Kompetente Beratung setzt viel Fleiß im Hintergrund voraus.

Bei Landes- und Bundesgesetzgebung haben wir uns ausschließlich für
die Interessen der oberösterreichischen Pflichtschullehrer/innen
eingesetzt.
Niemals wäre ein/e Minister/in damit durchgekommen, roten
Gewerkschafter/innen einen Maulkorb umzuhängen! Wir haben unseren Einfluss bei den uns nahestehenden Ressortverantwortlichen dafür genutzt, bessere Lösungen für Lehrer/innen zu erreichen und uns nicht einer „Message Control“ unterwerfen lassen.

In den kommenden Tagen haben Sie die Möglichkeit, per Briefwahl und am 27. und 28. November per persönlicher Stimmabgabe Ihre Personalvertretung für die kommenden fünf Jahre zu wählen.

Ich darf Sie auf diesem Wege um Ihre Stimme für den SLÖ ersuchen, die einzige kompetente Personalvertretung auf Ihrer Seite!

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
Email: fbicek@gmail.com

Lehrerbewertungs-App


Geschätzte Kolleginnen und Kollegen!

Zur aktuell diskutierten Lehrerbewertungs- App folgende Feststellungen seitens des SLÖ:
Schule und Unterricht sind nicht vergleichbar mit einer Taxifahrt oder einem Restaurantbesuch. Wir halten fest, dass diese App grundsätzlich auf ihre Rechtskonformität geprüft werden muss. Sie birgt Gefahren und Missbrauchspotential in sich; es stellen sich auch zahlreiche Datenschutzfragen. Diese App ermöglicht jedem eine Bewertung abzugeben. Das hat mit Feedback nichts zu tun, ist unseriös und öffnet Tür und Tor für gezielten Missbrauch. Der dadurch möglicherweise entstehende Schaden für einzelne LehrerInnen, aber auch für Schulen ist derzeit weder abschätzbar noch wieder gut zu machen. Zudem werden durch die Registrierung Telefonnummern gezielt gesammelt und mit einfachen, statistischen Analysen ausgewertet. Diese Daten stellen einen enormen Gewinn für jedes Unternehmen dar. Die App dient also in erster Linie der Datensammlung!

KollegInnen, die Mitglieder der Gewerkschaft sind, können zur Wahrung ihrer persönlichen Rechte den kostenlosen Rechtsschutz in Anspruch nehmen. Wir fordern das Bildungsministerium auf, gemeinsam mit der Gewerkschaft Schritte einzuleiten, um unsere KollegInnen vor einem digitalen Pranger zu schützen. Persönlich plädieren wir zum wiederholten Male für eine konstruktive, wertschätzende Dialogkultur zwischen den Schulpartnern, die derzeit schon ohne App in Gefahr ist.

Wir empfehlen gerade auch in diesem Zusammenhang einmal mehr Mitglied der GÖD zu sein!

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
Email: fbicek@gmail.com

Mittwochsinfo zur Nebenbeschäftigung

NEBENBESCHÄFTIGUNG (LDG § 40)
Nebenbeschäftigung ist jede Beschäftigung, die der Landeslehrer außerhalb seines Dienstverhältnisses ausübt.

LandeslehrerInnen dürfen keine Nebenbeschäftigung ausüben, die die Erfüllung der dienstlichen Aufgaben behindert, die Vermutung ihrer Befangenheit hervorruft oder sonstige wesentliche dienstliche Interessen gefährdet.

Meldepflicht: Jede erwerbsmäßige Nebenbeschäftigung und jede Änderung einer solchen ist unverzüglich zu melden (Formular L-5d unter: https://www.lsr-ooe.gv.at/quicklinks/formulare/allgemein-bildendepflichtschulen/lehrerinnen-und-lehrer/).
Als „erwerbsmäßig“ gilt die Tätigkeit, wenn sie zu nennenswerten Einkünften führt. Als Richtwert kann ein Einkommen von 730,- gemäß §41 EStG herangezogen werden.

Nur mit Genehmigung der Dienstbehörde darf eine erwerbsmäßige
Nebenbeschäftigung ausgeübt werden, während
-> einer Herabsetzung der Jahresnorm oder Lehrverpflichtung aus
beliebigem Anlass (§45 LDG) oder zur Betreuung eines Kindes (§46 LDG)
oder
-> einer Teilzeitbeschäftigung nach dem Mutterschutzgesetz oder dem
Väter-Karenzgesetz oder
-> während eines Karenzurlaubes zur Pflege (§ 58c LDG).

Die Genehmigung einer erwerbsmäßigen Nebenbeschäftigung ist zu versagen, wenn die Ausübung dieser Nebenbeschäftigung dem Grund, der zu einer Herabsetzung, Teilzeitbeschäftigung bzw. Karenzierung geführt hat, widerstreitet.

Ebenfalls gemeldet werden muss:
-> Eine Tätigkeit im Vorstand, Aufsichtsrat, Verwaltungsrat oder in einem sonstigen Organ einer auf Gewinn gerichteten juristischen Person des privaten Rechtes und
-> der Betrieb einer Privatschule oder einer Privatlehr- und Erziehungsanstalt.
Die Erteilung von Privatunterricht für SchülerInnen der eigenen Schule ist nicht gestattet.

Die Ausübung einer unzulässigen Nebenbeschäftigung oder Tätigkeit ist von der zuständigen Behörde unverzüglich mit schriftlicher Weisung zu untersagen.

Besoldung für die Tätigkeit von Mentor/innen

(Quellen: § 63 Gehaltsgesetz, §§ 6, 8 und 19 Landesvertragslehrpersonengesetz)
Vorbemerkung:
Lehrer/innen, die Praxisschulunterricht für Studierende erteilen, können auch zusätzlich als Mentor/in eingesetzt werden. Für Landeslehrer/innen erfolgt die Besoldung für die Praxislehrertätigkeit gemäß den Bestimmungen des Gehaltsgesetzes, für Landesvertragslehrpersonen nach § 19 LVG.

1) Praxisschullehrer/in als Mentor/in (§ 6, Absatz 4 LVG)
Lehrer/innen, die eine 5-jährige erfolgreiche Verwendung als Besuchs- oder
Praxisschullehrkraft aufweisen können oder einen einschlägigen Lehrgang von mindestens 30 ECTS absolviert haben, dürfen bis zum Schuljahr 2029/30 als Mentor/innen ohne zusätzliche Fortbildungsveranstaltungen eingesetzt werden. Jahresnormlehrer/innen erhalten eine gestaffelte Besoldung für einen bis drei Mentees gemäß § 63 Gehaltsgesetz und können im Bereich 3 der Jahresnorm besonderen administrativ bedingten Zeitaufwand verbuchen. (Stand Oktober 2019: € 117,60/ € 157,50/ € 196,50)

2) Absolvent/innen des Hochschullehrganges „Mentoring, Berufseinstieg professionell begleiten“ als Mentor/innen (§ 6, Absatz 1 LVG)
Lehrpersonen, die den oben erwähnten Hochschullehrgang im Umfang von
mindestens 60 ECTS absolviert haben, können nach einer mindestens 5-jährigen Berufserfahrung als Lehrperson ohne Einschränkung zum/r Mentor/in bestellt werden. Ihre Besoldung erfolgt nach § 19, Absatz 8 LVG für einen bis drei Mentees. (Stand Oktober 2019: € 101,30/€ 134,80/€ 168,30)

Ist der/die Mentor/in Landesvertragslehrperson (im pädagogischen Dienst), gilt die Mentorentätigkeit als 23. oder 24. Stunde der Unterrichtsverpflichtung.

3) Betreuung des Masterpraktikums
Der Studienplan für das Masterstudium, das nicht berufsbegleitend, sondern gleich im Anschluss an das Bachelor-Studium ohne Dienstantritt gestartet wird, sieht ein „Masterpraktikum“ an Schulen vor. Der Gesetzgeber hat dafür bisher weder dienst- noch besoldungsrechtliche Bestimmungen geschaffen. Eine Verpflichtung, solche Masterpraktikanten zu betreuen, besteht für Lehrer/innen nicht. Ein Weisungsrecht der Pädagogischen Hochschulen gegenüber den Pflichtschulen ist nicht gegeben. Wird diese Tätigkeit ohne besoldungsrechtliche Grundlage freiwillig übernommen, besteht keine Möglichkeit im Nachhinein Mehrdienstleistungen einzuklagen.