Es reicht!

Jetzt geht es um die Gesundheit und eine verlässliche Schule für lehrerInnen und SchülerInnen!

Organisationschaos!
Zum wiederolten Male erhalten wir ein schwerwiegendes Maßnahmenpaket am Wochenende.

Spitzel-Methoden!
Statt Unterstützung für Standorte erfahren wir Misstrauen und Überwachung!

Schulen haben keine Ansprechpartner mehr!
Handlungsanweisungen erhalten wir nicht mehr von Personen, sondern von

Sonderpädagogik im Stich gelassen!
Trotz unserer Warnungen: In der Sonderpädagogik setzen Sie LehrerInnen einem enormen Risiko aus.

COVID 19-Fall an der Schule – kein Schutz für LehrerInnen!
Gesundheitsbehörden und bmbwf reagieren spät oder gar nicht und Ihnen fällt dazu nur ein: „Der Schulleitung selbst kommt keine Kompetenz bezüglich des Setzens von Maßnahmen zu“.

Für das alles tragen Sie die Verantwortung, Herr Minister!
Wir schauen Ihnen auf die Finger!

Schulbetrieb in den Sonderschulen

Schreiben des Ministeriums (BMBWF) vom 14.11.2020. Mit Bedauern müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass das Bildungsministerium – trotz unserer Proteste und der Proteste vieler anderer aus dem sonderpädagogischen Bereich – für Sonderschulen Präsenzunterricht festlegt:
In Sonderschulen findet weiter Präsenzunterricht statt. Schülerinnen und Schülern, die sich aus mit der COVID-19-Pandemie in Zusammenhang stehenden Gründen nicht in der Lage sehen oder in der Lage sind, am Unterricht teilzunehmen, kann die Erlaubnis zum Fernbleiben vom Unterricht aus wichtigen Gründen erteilt werden.

• Schülerinnen und Schüler mit speziellem Förderbedarf oder ao.Status sollen aktiv angesprochen und zum Schulbesuch angehalten werden, damit sie in der Zeit des Lockdowns nicht zurückfallen und den Anschluss an die Klasse nicht verlieren.

Wir betonen erneut, dass Sonderpädagoginnen während des 1.Lockdowns in eindrucksvoller Weise bewiesen haben, dass ortsungebundener Unterricht in vielen Fällen auch in diesem Bereich erfolgreich und engagiert umgesetzt werden konnte. Selbstverständlich haben sich unsere Pädagoginnen sorgsam und verantwortungsvoll auch jener Schülerinnen angenommen, bei denen Distance Learning nicht möglich war oder die einer Betreuung bedurften.

Wir weisen nochmals eindringlich darauf hin, dass viele unserer Schülerinnen keine Distanz- und Hygieneregeln einhalten können. Unter diesem Gesichtspunkt sind die Kolleginnen des sonderpädagogischen Bereiches besonders infektionsgefährdet. Wir verwehren uns gegen diese durch die Verordnung bedingte Schlechterstellung anderen Lehrerinnengruppen gegenüber.

Wir weisen darauf hin, dass bislang nicht einmal alle Standorte mit FFP2-Masken versorgt wurden. Es ist nicht akzeptabel, dass unsere Lehrerinnen während eines Lockdowns ungeschützt in den Unterricht geschickt werden – besonders angesichts der Tatsache, dass die 7-Tages-Inzidenz Österreichs derzeit die weltweit höchste ist!

Wir fordern die sofortige und prioritäre Auslieferung der FFP2-Masken und Antigentests für ASO Standorte! Wir fordern volle Entscheidungskompetenzen für Schulleiterinnen und Sonderpädagoinnen, welche Schülernnen wie unterrichtet werden sollen.

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und
Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
Email:

DRINGEND mehr Schutz in der Pflichtschule!

Sonderinfo Nr.2: DRINGEND mehr Schutz in der Pflichtschule!
„Wer für geöffnete Schulen eintritt, muss auch in die Vorsorge investieren!“
In Sorge um Gesundheit und Pädagogik stellt der SLÖ erneut sechs Forderungen. „Österreichweit steigen auch in den Schulen die Infektionszahlen –und mit ihnen die Verunsicherung und Angst vor einer Erkrankung. Darunter leidet selbst im Präsenzunterricht die Pädagogik. Distanz schwächt die für Kinder wichtige Beziehungsarbeit“, zeigt Thomas Bulant, Bundesvorsitzender des SLÖ, auf.
„Allein gesunde und geschützte LehrerInnen können Lerndefizite innerhalb der Corona-Generation minimieren.“
Daher fordert der SLÖ von der Bundes- und der Landesregierung:

  1. Sichern Sie eine erweiterte Schulautonomie zur raschen Bewältigung der unterschiedlichen Herausforderungen!
  2. Öffnen Sie den Weg in den Schichtbetrieb (Zippverschluss-System), der bereits im letzten Frühsommer epidemiologisch und pädagogisch erfolgreich gewesen ist!
  3. Schützen Sie schwangere Lehrerinnen und ältere Kolleg/innen durch Home-Office!
  4. Beginnen Sie umgehend in allen pädagogischen Einrichtungen mit der Grippeschutzimpfung und der Auslieferung der angekündigten FFP2-Masken!
  5. Sorgen Sie mit einer Erweiterung des Dienstpostenplans für die Absicherung einer pädagogisch effizienten Diensteinteilung!
  6. Ermöglichen Sie administrative Unterstützung für die Schulleitungen!

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und
Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
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Schulautonom freie Tage für 2020/21 und 2021/22

Aufgrund der Einführung der Herbstferien ergibt sich kalendermäßig
bedingt pro Unterrichtsjahr eine unterschiedliche Anzahl von schulautonom freien Tagen:

  1. wenn der 26.Oktober auf einen Sonntag fällt: höchstens 1 Tag.

2. wenn der 26. 10. auf einen Montag oder Samstag fällt: höchstens 2 Tage

3. wenn der 26. Oktober auf Dienstag bis Freitag fällt: höchstens 3 Tage .

Laut Gesetz wird über die Festsetzung dieser Tage im Schulforum bzw. Schulgemeinschaftsausschuss (PTS) entschieden. Die Schulleitung verfügt ebenfalls über das Stimmrecht.

Resümee für die Schuljahre 2020/21 und 2021/22: Schulforum bzw. Schulgemeinschaftsausschuss bestimmen schulautonom für 2020/21 über 2 Tage, für 2021/22 über 3 Tage.

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und
Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
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Mittwochsinfo: Schulforum (SchUG § 63a)

Ein Schulforum ist von der Schulleiterin/vom Schulleiter in den ersten neun Wochen jedes Schuljahres einzuberufen.

-> COVID-19-Schulverordnung 2020/21, 3. September 2020:
(1) Zu Beratungen und Beschlussfassungen von Konferenzen, Kommissionen und schulpartnerschaftlichen Gremien kann mittels elektronischer Kommunikation eingeladen und diese können auf elektronischem Wege durchgeführt werden.
(2) Konferenzen und schulpartnerschaftliche Gremien sind … beschlussfähig, wenn die für eine Beschlussfassung bei physischer Abhaltung erforderliche Anzahl an Mitgliedern gleichzeitig im virtuellen Raum anwesend ist.
(3) Beschlüsse können dabei während der elektronischen Konferenz gefasst, schriftlich protokolliert und anschließend im Umlaufweg auch elektronisch gezeichnet werden.

Ein Schulforum ist an Volksschulen, Mittelschulen und Sonderschulen (die nicht nach dem Lehrplan der Polytechnischen Schule geführt werden) zur Förderung und Festigung der Schulgemeinschaft einzurichten.

-> Zusammensetzung des Schulforums
Schulleiterin, alle Klassenlehrerinnen bzw. Klassenvorstände, alle Klassenelternvertreterinnen

-> Vorsitz im Schulforum: Schulleiterin
-> Ausschuss des Schulforums
Das Schulforum kann beschließen, dass zur Behandlung und Beschlussfassung der ihm obliegenden Angelegenheiten an seiner Stelle ein Ausschuss eingesetzt wird.
-> Angehörige des Ausschusses
Für jede Schulstufe je eine Klassenlehrerin bzw. Klassenvorständin und je eine Klassenelternvertreterin (entsendet durch Klassenlehrerinnen / Klassenvorständinnen bzw. durch Klassenelternvertreterinnen).
-> Ausschussvorsitz: Schulleiterin

-> Durchführung eines Schulforums mindestens einmal pro Jahr

-> Einberufung durch den Schulleiter/die Schulleiterin bei notwendigen Entscheidungen und Beratungen durch das Schulforum; gleichzeitig mit der Einberufung erfolgt die Übermittlung der Tagesordnung auf Verlangen von mind. einem Drittel der Erziehungsberechtigten bei gleichzeitiger Einbringung eines Antrages zu Entscheidungen bzw. Beratungsfragen.

-> Beschließende Stimme Klassenlehrerinnen bzw. Klassenvorständinnen und Klassenelternvertreterinnen (Mitglieder); Stimmenthaltungen und Stimmübertragungen sind unzulässig.

-> Keine beschließende Stimme
Schulleitern (außer derdie Schulleiterin ist auch Klassenlehrerin bzw. Klassenvorständin). Erforderlich ist eine Anwesenheit von mehr als der Hälfte der Mitglieder mit beschließender Stimme. Für einen Beschluss ist eine unbedingte Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich. DerDie Schulleiterin entscheidet bei Stimmengleichheit in Entscheidungsfällen. Bei Stimmengleichheit in Beratungsfällen gilt der Antrag als abgelehnt.

-> SCHUG §63a – Beschlüsse in Entscheidungsfällen
Für einen Beschluss in diesen Entscheidungsfällen ist die Anwesenheit von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder mit beschließender Stimme erforderlich.

-> Annahme des Beschlusses: Für einen Beschluss ist die unbedingte Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich. Bei Stimmengleichheit in Fällen, die einer Entscheidung bedürfen, entscheidet derdie Schulleiterin; in Beratungsangelegenheiten gilt der Antrag als abgelehnt.
DerDie Schulleiterin hat für die Durchführung der gefassten Beschlüsse des Klassenforums, des Schulforums und des Ausschusses des Schulforums zu sorgen; hält ersie einen derartigen Beschluss für rechtswidrig oder aus organisatorischen Gründen für nicht durchführbar, hat ersie diesen auszusetzen und die Weisung der zuständigen Schulbehörde einzuholen. Fehlt die Beschlussfähigkeit, hat derdie Schulleiterin das Schulforum unverzüglich zu einer neuerlichen Sitzung einzuladen (Das Schulforum ist in der neuen Sitzung jedenfalls beschlussfähig, sofern die Einladung ordnungsgemäß ergangen und seit dem vorgesehenen Beginn der Sitzung eine halbe Stunde vergangen ist und zumindest eine Klassenlehrerin oder Klassenvorständin und
mindestens eine Klassenelternvertreterin anwesend sind. Dies gilt sinngemäß für den Ausschuss).
-> Protokoll
Über den Verlauf der Sitzungen ist eine schriftliche Aufzeichnung zu führen, die den jeweiligen
Mitgliedern zugänglich zu machen ist.

-> Verhinderungen
Für verhinderte Klassenlehrerinnen bzw. Klassenvorständinnen obliegt es der Schulleitung einen Lehrerin zur Vertretung zu bestellen. Bei Verhinderung desder Schulleiterin hat dieser eine Lehrerin als Vertretung namhaft zu machen. Bei Verhinderung der Klassenelternvertreterin ist dieser vomvon der Stellvertreterin zu vertreten. Erziehungsberechtigte, die für mehr als eine Klasse Klassenelternvertreterinnen sind, dürfen in den
Sitzungen des Schulforums diese Funktion nur bezüglich einer Klasse ausüben. Hinsichtlich der anderen zu vertretenden Klasse(n) gilt derdie Klassenelternvertreterin als verhindert.

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und
Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
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Mittwochsinfo: Die 23. und 24. Stunde

Wie sind die 23. und 24. Stunde im neuen Dienstrecht (pd) zu verwenden? Quellen: § 8, Abs. 3f LVG (inkl. Anlage zu § 8). Das Gesetz zählt die Einsatzmöglichkeiten für diese zwei Wochenstunden auf:

Je eine Stunde können derzeit durch die Erledigung von nachfolgenden Aufgaben erbracht werden.

  1. Klassenführung
  2. Verwaltung von Lehrmittelsammlungen
  3. Schulentwicklungsarbeit (u.a. SQA)
  4. Fachkoordination an Musik- und Sportmittelschulen: max. 1 Koordinator*in pro Schwerpunkt
  5. Koordination an Mittelschulen (§ 59b Abs. 1a Z2 GehG): max. 3 Koordinatorinnen pro Schulstandort  Oder eine oder zwei Wochenstunden (d.h. 36 oder 72 Jahresstunden) sind im Rahmen der qualifizierten Beratungstätigkeit zu leisten. Darunter versteht der Gesetzgeber für den Pflichtschulbereich: a) Beratung von Schülerinnen (im Sinne von Tutoring in Lern- und sozialen Fragen)
    oder
    vertiefende Beratung von Erziehungsberechtigten (§ 61(1) SchUG) im Sinne der Förderung der Schulgemeinschaft und der Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Schule. Diese Sprechstunde ist als Angebot den Schülernnen und Erziehungsberechtigten bekanntzugeben. b) Koordination der Beratung zwischen Lehrkräften und Erziehungsberechtigten. Diese Leistung ist an die Funktion Klassenvorstand (Vorsitzender im Klassenforum und in der Klassenkonferenz) und an Berufserfahrung gebunden. Umsetzungstipps für die „Beratungsstunden“:

Wer bestimmt über die Anordnung?
Der Dienstplan ist Aufgabe der Schulleitung gemäß § 10 SchUG. Die Beratungsstunden sind über Aushang und Elternbrief bekannt zu geben. Die Verankerung im Stundenplan verringert daher den Verwaltungsaufwand.

Sind nicht genutzte Beratungsstunden nachzubringen bzw. solche bei Absenz zu supplieren? Ein Erlass des Ministeriums verneint diese Fragen eindeutig.

Wann dürfen Schüler*nnen in die Beratung gehen?
Ihr Pflicht- und Förderunterricht darf durch die Beratungsstunden nicht tangiert werden. Die Aufsichtspflicht bzw. Aufsichtsberechtigung ist zu berücksichtigen. Für eine lokale Transparenz der Gesprächssituation ist zu sorgen!

Franz Bicek
Mitglied des ZA
Mitglied der Bundes- und
Landesleitung der Gewerkschaft APS
Tel.: 0664/239 3546
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